Lebenslauf

Im Jahr 1979 erfolgte ein großer Umbruch in der Firmengeschichte von Opel. Der erste Opel PKW mit Frontantrieb wurde vorgestellt. Der Opel Kadett D. Dieser brachte eine neue Zeitrechnung für Opel, wurden doch in den folgenden 25 Jahren alle PKW Modellreihen auf Frontantrieb umgestellt.

Zweiter Fronttriebler, nach dem Kadett D, war dann der Opel Ascona C.

 

Hier wurden die Erfahrungen aus der Entwicklung des Kadett D genutzt, um ein konkurrenzfähiges Mittelklassemodell auf die Räder zu stellen. Waren doch VW Passat und Audi 80 schon seit einigen Jahren mit Frontantrieb unterwegs und der Platzvorteil für die Passagiere beim Frontantrieb nicht von der Hand zu weisen.

Weiterhin wurde bei der Enstehung des Kadett D Technik mit einem hohen Kostenaufwand entwickelt, die in dieser Form kaum von anderen Modellen genutzt werden konnte. Da sämtliche Modelle von Opel mit Heckantrieb ausgerüstet waren, war eine schnelle Adaptierung von Motoren und sonstiger Technik kaum bis gar nicht möglich. Auch der Corsa A als Nutznießer der Technik war noch nicht da, also nutzte der Ascona C mit seiner GM J-Car Plattform die Möglichkeiten, die der Kadett D geschaffen hatte.

Vorgänger und Nachfolger
Warum eigentlich "Ascona"??? Das kann ich so genau auch nicht sagen. Allerdings hat Opel kurz vor Einführung des ersten Opel Ascona A (im November 1970, Bild rechts) in der Schweiz einen Opel Kadett B verkauft, der als Zusatznamen die Bezeichnung "Ascona" hatte. Vermutlich wollte man damit die Reaktion auf den Namen, sowohl bei der Kundschaft, als auch bei der schweizerischen Bevölkerung testen. Dazu muß man wissen, das
Ascona ein recht nobler Ort in der Schweiz ist.
Übrigens hat Opel etwas ähnliches mit dem Opel Corsa gemacht. Vor Einführung des Kleinwagens gab es ein Opel Kadett D Sondermodell Namens "Corsa"...

 

Die Vorgänger

Mitbewerber des Opel Ascona C:

Der Nachfolger
Der direkte Nachfolger des Ascona C ist der Opel Vectra A, der von 1988 bis 1995 produziert wurde. Front- und erstmals Allradantrieb waren lieferbar. Die Motoren leisteten bis zu 204 PS (im Vectra Turbo), aber auch ein V6 Motor mit 170 PS war erstmals im Angebot. Lieferbar war der Vectra A als Stufenhecklimousine 4-türig oder als Fliesshecklimousine 5-türig. Einen Kombi gab es nicht. Das Sportcoupe Opel Calibra basiert allerdings auf dem Opel Vectra.

 

Der Nachfolger des Ascona C wird in Vectra umbenannt. Unterm Blech findet sich aber (erstmal) bewährte Asconatechnik wieder. Vectra ist übrigens ein Kunstwort ohne nähere Bedeutung.

Details der Modellentwicklung

1981 wird der Ascona C auf der IAA Frankfurt/Main der Weltöffentlichkeit als zweiter Opel mit Frontantrieb vorgestellt.

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Modelljahr 1982

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Modelljahr 1983

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Einführung des Ascona C als 2türer, 4türer und 5türer und zunächst mit 4 Motoren

 

 

Einführung des Diesels 1.6D

 

 

Einführung des 18E Motors

bessere Zünd- und Türschlösser

neue Ventilabdichtungen und Wasserpumpen

erste Cabrioversion wird als Keinath KC-3 vorgestellt, auf Wunsch mit elektrischen Verdeck

Antriebswellen der Automatik bei 1.6D und 1.8E geändert

Einführung des F10/5 (-Gang Getriebes) für den Ascona mit 1.3 Liter Motor

(Februar 1983)

Änderung der Antriebsübersetzung beim F16/5 Getriebe in Verbindung mit 1.8E Motor von 3,74 auf 3.94

Vorstellung des Ascona CD mit 1.8E Motor

Servolenkung ist ab Modelljahr 1983 gegen Aufpreis bestellbar (1.6S/1.6D/18E),

im Ascona CD Serie

Einführung Bordcomputer (Serie im Ascona CD)

in Großbritannien wird der „Estate“ genannte Kombi vorgestellt

 

längere Getriebeübersetzungen 

Einführung der F16/5 CR Getriebe in den Modellen SR und SRE (ab 3.84)

neue Türverkleidungen für das Luxusmodell

 

 

optische Überarbeitung im Zuge der Kadett E Einführung (Facelift 1):

+ neuer Kühlergrill

+ größere Lampen und neue Blinker

+ geänderte Rückleuchten, inkl. Blende zwischen den Rückleuchten

+ neue Stoßfänger, 

Damit sinkt der cw - Wert der Limousine auf 0,385 (vorher 0,39) und der des Schrägheck auf 0,37 (vorher 0,38)

neue Sitze (inkl. neuer Bodenbefestigung), Gurtschlösser jetzt am Sitz befestigt

geänderte Mittelkonsole

neue Stoffe und Türverkleidungen,

Verbundglasfrontscheibe für alle Modelle, jetzt mit angeklebten Innenspiegel

von innen verstellbarer Außenspiegel auf der Fahrerseite für alle Modelle

neue Rückleuchten inkl. einer durchgehenden Heckblende dazwischen

anstelle des Stahlschiebedach wird jetzt ein Glashubdach angeboten

Umbenennung der Ausstattungsstufen: Standard > LS, Luxus > GL, Berlina > GLS,

SR - SR/E > GT, CD bleibt aber weiter im Angebot

Frontspoiler des CD jetzt auch für GT

Einführung des 1.8i Motors mit G-Kat, erster Opel mit G-Kat Motor

Modelljahr 1984

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Modelljahr 1985

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1.6D Motor wurde überarbeitet, jetzt vibrations- und schadstoffreduziert

Fahrwerksmodifikationen

neues Radioprogramm

Bremsleitungen mit Kunststoffüberzug und noch einige kleine Detailländerungen…

 

 

erneute Überarbeitung (Facelift 2): neuer Kühlergrill, Frontspoiler für alle Modelle,

Seitenschweller und unterer Heckspoiler für GT

serienmäßig für alle 4-türer und 5-türer wird vorn eine Gurthöhenverstellung verbaut

asbestfreie Bremsbelege für alle Modelle

Zeigerinstrumente erhalten eine Motorkontrolleuchte

Einführung neuer Motoren: 1.6S mit 82PS, 1.6i, 2.0i, 1.8S für Jubilee

 

 

Heckscheibenwischer für 5-türer Serie

Änderung des Tankmeßgeräts, dadurch genauere Anzeige

Einführung des 1.8S Motors auch für alle anderen Modelle (vorher nur für den Ascona Jubilee)

GT/Sport ersetzt GT, Touring ersetzt GL, GLS-Exklusiv ersetzt GLS

Modelljahr 1986

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Modelljahr 1987

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Modelljahr 1988

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Startseite

 

 

Verantwortlich für das Design des Ascona C war seinerzeit Gordon Brown, Designchef von Opel. Daneben waren auch Erhard Schnell und Joge Nagashima für das Design verantwortlich.

Es dürfte von Anfang an festgestanden haben, daß man nur mit einem konservativen Design die Idee des „Weltautos“ J-Car umsetzen konnte. Dementsprechend schnell dürfte die Rahmenbedingungen für diese Baureihe geschaffen worden sein.

Die Stufenheckausführung des Ascona war so, wie man sich ein Auto an sich vorstellte. Konservativer ging es nicht. Etwas mutiger war die Idee des Fliesshecks. Hier hatte man wohl den Konkurrenten Passat im Blick, der seinerzeit als Fliessheck und Kombi im Angebot war und sich recht gut verkaufte.

 

Leider verzichtete Opel, das Karosserieangebot mit einem Kombi zu versehen, hier wollte man nicht zu sehr im Kadett- und Rekordgebiet wildern und dort die Kunden weglocken. Wenn man sich die heutige Entwicklung anschaut, sicherlich ein Fehler.

Auch im Innenraumdesign orientierte man sich eher am Kadett D, als am Ascona B. Die Leichtigkeit des Ascona B Armaturenbrett wich einem, dem Fahrer zugeneigten, massiven Bauteil.

Ergonomisch sehr von Vorteil, allerdings torpedierte man diese Entwicklung gleich wieder mit dem Einsatz von Schiebereglern bei der Heizungsregelung, die auch noch vom Lenkrad verdeckt wurden.

Man muss aber auch sagen, daß man es auch weitaus schlechter hätte treffen können. Gerade die Innenräume der amerikanischen Ascona C Derivate sind zum Teil sehr bizarr gestaltet...

 

Auszeichnungen

- 1981 Gewinn des "Goldenen Lenkrads"

- 1982 „Auto der Vernunft“ in Deutschland
- 1982 wird der Ascona "Weltauto des Jahres" in Japan

- 1982 "Auto des Jahres" in Jugoslawien

- 1985 „Sicherstes Auto des Jahres“ in Frankreich

- 1985 „Ferienwagen des Jahres“ in England

Zum Modelljahr 1989 wird die Produktion des Ascona eingestellt. Es wurden 1 721 649 Fahrzeuge gebaut. Nachfolger ist der Opel Vectra A.

Der Ascona B wurde von 1975 - 1981 produziert. Auch er besaß Heckantrieb. Die Motoren leisteten bis zu 144 PS im Ascona 400. Erstmals wurde auch ein Diesel angeboten.  Lieferbar war der Ascona B als Stufenhecklimousine 2- und 4-türig. Auch der Ascona B diente als Basis für ein Coupe, den Opel Manta B, der bis 1989 gebaut wurde.

Der Opel Ascona A wurde 1970 bis 1975 produziert. Er hat Heckantrieb und Motoren bis 90 PS. Lieferbar war der Ascona B als Stufenhecklimousine 2- und 4-türig, sowie als 2-türiger Kombi Ascona "Voyage”. Als Sportversion wird das Coupe Opel Manta A produziert.

Ursprünglich sollte der Ascona A ein Nachfolger des Kadett B werden. Irgendwie geriet er aber zu groß, so daß Opel ihn als eigenes Modell zwischen Kadett und Rekord positionierte. Wenn man sich die Entwicklung seit 1970 anschaut, ein lukrativer „Fehler“ den man damals machte...

Volkswagen Passat 32B:

1980 - 1987, Frontantrieb, Motoren von 54 bis 136 PS, als Fliessheck und Kombi lieferbar, später auch mit Stufenheck

 

Der Passat wurde interessanterweise im schweizerischen Ascona der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Ebenso wie später Ford wollte man seinen Kunden nur das Fliessheck und den Kombi anbieten. Analog dem Audi 80 wurde der Stufenheck Passat zuerst als höher positionierter VW Santana angeboten, welcher aber kein großer Erfolg wurde. Erst 1985 bekannte man sich zum Passat Stufenheck und verkaufte ihn auch so.

 

Der Audi 80 teilte sich mit dem Passat die technische Basis, also waren auch beim Passat längs eingebaute Motoren mit Frontantrieb zu finden.

BMW 3er E21:

1975 - 1983, Heckantrieb, Motoren von 75 bis 143 PS, nur eine Karosserieform lieferbar

 

Der BMW 3er E21 wird bei der internen Vorstellung des  Ascona Sport explizit als Mitbewerber genannt, obwohl (oder gerade weil) der Preisunterschied schon deutlich ist...

Audi 80 B2:

1978 - 1986, Front- und Allradantrieb, Motoren von 54 bis 136 PS, als 2- und 4-türige Stufenhecklimousine lieferbar

 

Zum Beginn des Sturms von Audi in die Premiumklasse war auch der Audi 80 ein Konkurrent des Ascona C. Preislich gab es Anfangs kaum Unterschiede. Technisch schon eher. Längs eingebaute Motoren und Allradantrieb zeigten eine andere Entwicklungsphilosophie.

Ford Sierra:

1982 - 1983, Heck- und Allradantrieb, 67 bis 204 PS, als Fliessheck, Kombi, Stufenheck lieferbar

 

Radikal neu war der Sierra bei seiner Vorstellung. Aber nur von außen. Unterm Blech lebte der Ford Taunus erstmal selig weiter. Allerdings ging der Plan von Ford nicht auf und man musste auf Wunsch vieler Kunden auch eine Stufenheckausführung des Sierra nachschieben, ebenso einen Kombi.

Ansonsten ließ es Ford mit dem Sierra so richtig krachen. Sierra XR4i oder Cosworth waren die Leistungsträger, die von der Konkurrenz kaum eingeholt werden konnten.